Deutsches Herzzentrum München

Das Deutsche Herzzentrum München ist als Modell für die Vereinigung von Spitzenleistungen in der Behandlung von Herz- und Kreislauferkrankungen unter einem Dach in die Geschichte eingegangen. Seit seiner Gründung als erstes Herzzentrum in Europa in den Jahren 1972/73 hat dieses Modell zahlreiche Nachahmer gefunden.
Das Neuartige seines medizinischen Konzepts, Patienten aller Altersstufen und mit allen Erkrankungsformen auf diesem Gebiet an einem Ort zu behandeln, hat sich durchgesetzt und wurde auch auf andere medizinische Gebiete übertragen.
Der Leitgedanke des Hauses ist, die verschiedenen zur Diagnostik und Therapie der Herz- und Kreislauferkrankungen erforderlichen Fachrichtungen unter einem Dach zusammenzuführen, damit in ständiger enger interdisziplinärer Zusammenarbeit die Patienten optimal versorgt werden.

Die Klinik für Herz- und Kreislauferkrankungen im Erwachsenenalter (Kardiologie) gehört in vielen Bereichen zu den größten Kliniken Deutschlands und ist spezialisiert auf Durchblutungsstörungen am Herzen und den großen Arterien (Stentimplantation), Herzrhythmus- und Herzklappenerkrankungen sowie Herzmuskelschwäche und Bluthochdruck.
Wissenschaftlich ist das Zentrum für kardiovaskuläre Erkrankungen eine der erfolgreichsten Kliniken Deutschlands. Forschungsschwerpunkte sind akute Durchblutungsstörungen des Herzens (instabile Angina pectoris, akuter Myokardinfarkt), Störungen des Herzrhythmus sowie Grundlagenforschung mittels molekularbiologischer und genetischer Methoden.

Im DHM stehen von über 20.000 Patienten klinische Daten, Laborparameter und DNA zur weiteren molekularen Aufarbeitung zur Verfügung. Alle diese Patienten sind prospektiv im Mittel 5 Jahre auf das Auftreten weiterer Ereignisse verfolgt worden. Von einer Vielzahl dieser Patienten, die sich einer Bypass-Operation unterziehen mussten, liegen zudem Gewebeproben, beispielsweise aus nicht verwendeten Bypass-Gefäßen, Herz- oder Fettgewebe zur weiteren Analyse vor.

Prof. Dr. med. Heribert Schunkert
Prof. Dr. med. Heribert Schunkert

Wissenschaftlicher Leiter DigiMed Bayern, Direktor der Klinik für Herz- und Kreislauferkrankungen am Deutschen Herzzentrum München

+49 (0) 89 / 1218-4073

 

Institut für Epidemiologie, Helmholtz Zentrum München

Das Institut für Epidemiologie (EPI) erforscht die Zusammenhänge von Umwelt, Lebensstil und Genetik bei der Entstehung und Progression verschiedener Krankheiten. Im Fokus stehen Stoffwechsel-, Atemwegs- und allergische Erkrankungen, aber auch Herzkreislauferkrankungen und die mentale Gesundheit. Das Ziel ist auf der einen Seite die molekularen Mechanismen der Krankheitsentstehung in der Bevölkerung besser zu verstehen. Auf der anderen Seite dienen die wissenschaftlichen Studien dazu, neue Wege in der Prävention auf individuellerer Ebene zu gehen als auch eine evidenzbasierte Gesundheitsvorsorge durch verbesserte Umweltbedingungen zu ermöglichen. Die Forschung stützt sich unter anderem auf die einzigartigen bevölkerungsbasierten KORA-Ressourcen (Kohorte, Herzinfarktregister, Aerosol-Messstation). Folgestudien innerhalb der Kohorte ermöglichen die Untersuchung von Frühformen und Komplikationen ausgewählter chronischer Erkrankungen und deren Verbreitung in der Bevölkerung. Darüber hinaus kommen Daten und biologische Proben aus den Geburtskohorten GINI und LISA. In dieser großen Stichprobe von über 18.000 Mitbürgern stehen zudem viele der genannten Omics-Daten bereits zur Verfügung. DigiMed Bayern soll nun den Weg ebnen, unter Nutzung dieser unschätzbar wertvollen Plattformen die digitale Analyse vielschichtiger Omics-Daten in eine klinisch-praktische Anwendung zu überführen.

 

Institut für Medizinische Informationsverarbeitung, Biometrie und Epidemiologie, Ludwig-Maximilians-Universität München

Das LMU_IBE hat die fünf Lehrstühle Biometrie und Bioinformatik, Public Health und Health Service Research, genetische Epidemiologie, kardiovaskuläre Epidemiologie sowie Epidemiologie. Kernkompetenz ist die Verarbeitung und Analyse medizinischer Daten sowie Planung, Randomisierung und Auswertung klinischer Studien und sonstiger medizinischer Forschung. Das LMU_IBE trägt einen großen Erfahrungsschatz bei der Verarbeitung und Analyse medizinischer Daten bei.

Prof. Dr. Annette Peters
Prof. Dr. Annette Peters

Director of the Institute of Epidemiology, Helmholtz Zentrum München, Germany

+49 (0) 89 / 3187-4566

 

Institut für Schlaganfall- und Demenzforschung, Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München

Das LMUK ist in führender Funktion an der Identifikation von Risikogenen und neuen RNA- oder Proteinbasierten Biomarkern und Prognosemarkern für Schlaganfall beteiligt. Ärzte, klinische Wissenschaftler und Grundlagenwissenschaftler arbeiten daran, die Möglichkeiten der Prävention, Früherkennung und Behandlung von Schlaganfall- und Demenzerkrankungen zu verbessern. Die Forschungsschwerpunkte liegen u.a. auf der Genetik, der Identifikation neuer molekularer Zielstrukturen, auf zellulären Mechanismen, der Rolle des Immunsystems bei Schlaganfall, Mechanismen des Zelluntergangs nach Schlaganfall und davon abgeleiteten neuen Therapieansätzen.

Prof. Dr. med. Martin Dichgans
Prof. Dr. med. Martin Dichgans

Direktor Institut für Schlaganfall- und Demenzforschung, Klinikum der Universität München

+49 (0) 89 / 4400-46019

 

Klinik und Poliklinik für Gefäßchirurgie, Klinikums rechts der Isar, Technische Universität München

Die Klinik für Gefäßchirurgie befasst sich mit Durchblutungsstörung der Extremitäten, Erweiterung der Hauptschlagader, Verengung der Halsschlagader, Shunt- und Venenchirurgie sowie allen akuten und chronischen Erkrankungen der Arterien und Venen auf medizinisch hochmodernem Niveau.

In einer wertvollen Gewebebank wurden unter standardisierten Bedingungen Atherosklerose-behaftete Gefäßsegmente intraoperativ gewonnen und im Anschluss feingeweblich untersucht. Aus diesem Gewebe kann nun die Genaktivität und Proteinzusammensetzung bestimmt und mit dem individuellen Krankheitsverlauf der Patienten korreliert werden. So stehen dem Konsortium von vielen tausend Patienten nicht nur Gewebeproben, sondern auch langfristige Verlaufsbeobachtungen zur Verfügung.

Prof. Dr. med. Lars Maegdefessel
Prof. Dr. med. Lars Maegdefessel

Leiter der Sektion "Vaskuläre Biologie", Klinik und Poliklinik für Vaskuläre und Endovaskuläre Chirurgie, TUM

+49 (0) 89 / 4140-3490

 

Lehrstuhl für Sportpsychologie, Technische Universität München

Der Lehrstuhl Sportpsychologie der TUM fokussiert auf die Verknüpfung von Diagnostik und Intervention. Dies beinhaltet die wissenschaftliche Neu- und Weiterentwicklung diagnostischer Instrumente, sowie die Konzeption zielgerichteter Interventionen bzw. die Evaluation bereits bestehender Verfahren. Diese Expertise ist besonders im kardiovaskulärem Kontext hoch relevant.

Prof. Dr. Dr. Jürgen Beckmann
Prof. Dr. Dr. Jürgen Beckmann

Lehrstuhl für Sportpsychologie, Fakultät für Sport- und Gesundheitswissenschaften, Technische Universität München

+49 (0) 89 / 289-24541