Übergabe des Verlängerungsbescheids an das Leuchtturmprojekt DigiMed Bayern. v.l.n.r.: Verena Heidel (Projektmanagerin, Deutsches Herzzentrum München), Dr. med. Veronika Sanin (Leitung Vroni-Studie, Deutsches Herzzentrum München) , Prof. Dr. Dieter Kranzmüller (Direktoriumsvorsitzender des Leibniz-Rechenzentrums), Dr. Jens Wiehler (Geschäftsführer, DigiMed Bayern), Dr. med. Fabian Starnecker (Projektleiter HerzFit-App, Deutsches Herzzentrum München), Prof. Dr. med. Heribert Schunkert (Ärztlicher Direktor, Deutsches Herzzentrum München & wissenschaftlicher Leiter, DigiMed Bayern), Prof. Dr. Horst Domdey (Geschäftsführer BioM Biotech Cluster Development GmbH), Klaus Holetschek (Staatsminister für Gesundheit und Pflege, StMGP), Dr. Jörg Traub (Projektmanager Technologie & Leiter Gesundheit, Bayern Innovativ GmbH), Prof. Dr. Annette Peters (Direktorin des Institutes der Epidemiologie, Helmholtz Zentrum Munich), Tina Engelhardt (Finanztechnische Bearbeitung I Projektträger Bayern, Bayern Innovativ GmbH). Foto: © BioM

 

Die Digitalisierung der Medizin schreitet voran: Holetschek verlängert Leuchtturmprojekt „DigiMed Bayern - für die Medizin der Zukunft“

Martinsried, 12. September 2022 – Das Leuchtturmprojekt „DigiMed Bayern - für die Medizin der Zukunft“ wird um ein Jahr verlängert. Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek übergab am vergangenen Freitag den Verlängerungsbescheid persönlich an die geschäftsführende BioM Biotech Cluster Development GmbH im Beisein hochkarätiger DigiMed Bayern-Partner aus Wissenschaft und Klinik. DigiMed Bayern hat das Ziel, Herzinfarkte und Schlaganfälle zu verhindern und steht für eine datenbasierte Personalisierte Medizin – am Beispiel der Volkskrankheit Atherosklerose.

Die Pandemie hat gezeigt, wie wichtig die Wissenschaft bei der Krisenbekämpfung ist. Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben besonders unter COVID-19 gelitten. Allein in Bayern verstarben im Jahr 2020 etwa 50.000 Menschen an Herz-Kreislauf-Erkrankungen, rund 6.500 an einem Herzinfarkt, so der Bayerische Herzbericht. Prävention ist der beste Schutz: Sowohl zur Vermeidung der Virusinfektion als auch um diese gesund zu überstehen [...]

Die ausführliche Pressemitteilung finden Sie hier.

 


 

DigiMed Bayern für die Medizin der Zukunft

Die P4-Medizin (prädiktiv, präventiv, personalisiert, partizipatorisch) ist weltweit eine der erfolgversprechendsten Entwicklungen für eine verbesserte – weil ganzheitliche und effizientere – Gesundheitsversorgung.
DigiMed Bayern hat das Ziel, Bayern mit einem Leuchtturmprojekt in diese Medizin der Zukunft zu führen.

ABOUT DigiMed Bayern

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Das Leuchtturm-P4-Medizinprojekt DigiMed Bayern startete Ende 2018 mit über 20 Millionen Euro Förderung durch das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege. DigiMed Bayern kombiniert umfassende Datensätze von Patienten, bei denen atherosklerotische Erkrankungen wie eine koronare Herzerkrankung, ein Schlaganfall oder genetische Risikofaktoren diagnostiziert wurden. Diese Datensätze werden weiter mit modernster multidimensionaler molekularer Charakterisierung (-omics-Technologien) des jeweiligen Probenmaterials angereichert. Für die integrative Analyse der resultierenden "Big Data" wird eine ethisch und rechtskonforme, hochsichere und nachhaltige IT-Infrastruktur grundsätzlich konzipiert und implementiert. Patienten und Risikopersonen werden dadurch von den Fortschritten bei der Vorhersage von Krankheitsrisiken, der gezielten Prävention, Diagnose und Behandlung profitieren.

Übergeordnete Ziele von DigiMed Bayern

  • Am Beispiel der Atherosklerose erfolgt eine erste Analyse von umfassenden Datensätzen im Sinne der digitalen Medizin der Zukunft. Alle Beteiligten am Gesundheitssystem in Bayern sollen direkt davon profitieren: Die Vorhersage für das Koronare Herzerkrankung (KHK) und Schlaganfall-Risiko soll kurzfristig genauer und eine präventive Behandlung besser ermöglicht werden. Mittel- bis langfristig werden Verbesserungen bei Diagnose und Therapie angestrebt. Die bevölkerungsweite Identifikation der familiären Hypercholesterinämie als gravierender exemplarischer Risikofaktor für die Atherosklerose soll nachhaltig verbessert werden.

  • Die technischen, rechtlichen und gesellschaftlichen Möglichkeiten und Grenzen der P4-Medizin werden mittels der konkreten Umsetzung erfasst, vorangetrieben und dokumentiert. Dies umfasst einen proaktiven, multi-direktionalen Informationsaustausch aller an Gesundheit Beteiligten mit systemischer Weiterentwicklung.

  • Resultierende Erkenntnisse und Strukturen sollen im Gesundheitssystem, in Forschung und Wirtschaft ausbaufähig und auf andere Krankheiten übertragbar sein. Insbesondere soll eine beispielhafte und übertragbare integrierte digitale Infrastruktur geschaffen werden.

  • Bayern soll als Standort für P4-Medizin auch in der internationalen Wahrnehmung substantiell entwickelt und international vernetzt werden.

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